pflegestation


 Wir über uns - Die Notstation

Unsere Notstation sitzt in Quarnbek nahe Kiel in Schleswig-Holstein.
Wir sind eine private Institution und pflegen die Tiere, die uns anvertraut werden mit größter Liebe und Sorgfalt.

Da wir kein Verein sind, haben wir keine Öffnungszeiten, sondern managen die Notstation in unserer "Freizeit". Wir werden
nicht von öffentlicher Hand unterstützt, sondern durch private Menschen, denen das Wohl der Tiere genauso am Herzen
liegt, wie uns.

HINWEIS: WIR SIND GERADE UMGEZOGEN. Die Bilder sind noch aus unserem alten zu Hause. Die derzeitigen Gehege sind oft nur provisorisch, Vergesellschaftungen sind bedingt möglich.

Echte Naturburschen

Wir haben unseren Fokus auf die artgerechte Gruppenhaltung draußen gelegt. Wir möchten den Tieren ein Leben bieten, dass so naturnah wie möglich ist. Robuste Tiere verbringen ihren ganzen Aufenthalt bei uns, Tag und Nacht, Sommer wie Winter.

Zur Außenhaltung bei uns gehört ein etwa 1500qm großes Gelände, das wir eingezäunt haben. Der den Auslauf umgebende Zaun ist 1m50 hoch, aus feuerverzinktem Stahl und besteht aus kleinen Maschen, so dass er mardersicher ist. Dieser Zaun ist zusätzlich durch einen Elektrozaun geschützt. 

Auf der Wiese haben wir zusätzliche viele Ställe und Häuser aufgestellt, die für den Winter isoliert und dick mit Stroh ausgelegt sind. Wir sorgen dafür, dass jedes Kaninchen einen geschützten Platz zum schlafen hat.

Ist dieses Gehege raubtiersicher?

Wir tun nach bestem Gewissen alles, um für die Sicherheit unserer Tiere zu sorgen. 100%ig ausschließen lässt es sich aber nicht, dass irgendwann mal etwas passiert.

Das Gehege ist zum Beispiel nicht gegen Raubvögel geschützt. Dieses Risiko gehen wir ein, weil uns die Freiheit der Tiere und Nähe zur Natur wichtiger ist. Wir verlassen uns auf die natürlichen Instinkte unserer Tiere, die bei Lärm oder vorbeiziehenden Vögeln ganz natürlich Schutz in den Häusern und ihren Tunneln suchen.

Um das Gehege so sicher wie möglich zu machen ist der 1500qm Auslauf komplett von einem Volierendraht umgeben, der ca 50cm tief in die Erde eingegraben ist. Zusätzlich sichert ein mehrspuriger Elektrozaun das Gehege gegen Füchse und Marder. Mit vielen Versteckmöglichkeiten versuchen wir, natürliche Unterschlüpfe anzubieten.

Gehege für verschiedenste Ansprüche 

Über die Jahre haben wir verschiedenen "Pflegestufen" in unseren Kaninchenherden herausgefunden und entsprechend haben wir weitere kleinere Gehege geschaffen:

Handicap-Gehege: Hier sitzen grundsätzlich fitte Kaninchen, die aber gesondert beboachtet und mit Medikamenten versorgt werden müssen.

Rentner-Gehege: Hier füttern wir teils auch getreidehaltige Sachen zu, um das Gewicht der Tiere halten zu können. Die Tiere, die hier wohnen, haben Zahnprobleme, kämpfen mit Abszessen oder haben andere Leiden. Sie brauchen Intensivpflege.

Arthrose-Gehege: Hier wohnen derzeit zwei Mädchen, die starke Arthrose in den Gelenken haben und deswegen schelcht laufen können. In einer normalen Kaninchenherde könnten sie sich nicht durchsetzen und würden verhungern.

In unseren Gehegen sorgen wir für ausreichend Unterschlupfmöglichkeiten, z.B. Häuser, Röhren, Rollen und Ställe. Die Häuser sind immer offen und können bei schlechtem Wetter aufgesucht werden. Im Winter statten wir viele Unterschlüpfe mit isolierenden Styroporplatten und einer dicken Lage Stroh aus.

Stall und Terrasse

Zur Außenanlage gehört ein immer offener Stall mit etwa 6qm, der frostfrei, eingestreut, wind- und regensicher ist. Obwohl das alles sehr kuschelig klingt, verbringen die Kaninchen kaum Zeit hier drin. Sie flitzen lieber über die Wiese. Selbst bei Regen oder Graupel kommen sie nicht rein. Sie hocken sich dann kompakt an eine geschützte Stelle, legen die Ohren an - und warten. Es sind eben echte "Naturburschen".

Unsere Terrasse haben wir für die Tiere umgebaut, sodass sie hier einen windgeschützten und trockenen Bereich aufsuchen können.

Ernährung und Fütterung

Auf der Wiese befinden sich verschiedenste Gräser und Kräuter, z.B. Giersch, Brennesseln, Löwenzahn, Wiesen-Bärenklau, Stockrosen, Bärlauch, Gänseblümchen und verschiedenste Grasarten.

Außerdem wachsen leckere Obst- und Laubbäume wie Eichen, Äpfel, Kirschen und Buchen. Diese bieten Anfang des Jahres leckere Schnittäste, im Herbst die Früchte und auch die Blätter. Die Kaninchen warten regelrecht auf die fallenden Äpfel. 

Selbstverständlich steht im Außenbereich immer frisches Wasser aus einem Napf zur Verfügung, so wie gesundes Heu. Wenn die Wiese "aufgebraucht" ist, werden die Tiere mit Gemüse zugefüttert. Dabei achten wir auch zuckerarme Fütterung, die in der Regel getreidefrei ist. Um im Winter für genügend Energie zu sorgen, füttern wir Knollen wie Sellerie, Zuckerrüben und Rote Beete.

Natürliche Lebensweise

Unsere Tiere sollen so naturnah wie möglich leben. Bei leichten Regenschauern fressen sie ungestört weiter, bei starkem Regen setzen sie sich unter Bäume oder flüchten in die aufgestellten Häuser und Stelle.

Nachts werden sie nicht eingesperrt, sondern dürfen fressen, so wie sie es in der Natur machen; Kaninchen sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie schärfen ihre Sinne, weil sie auf Gefahren achten müssen. Sie sensibiliseren auch ihre Aufmerksamkeit zu anderen Kaninchen, denn es gibt immer mehrere Wachkaninchen, die besonders die Ohren spitzen.

Und tagsüber ist dann Zeit, um zu chillen. Unsere Kaninchen dürfen buddeln und es sich gemütlich machen, sich wälzen und eben einfach auch Kaninchen sein.

 

DIE INNENHALTUNG

Nicht alle Tiere sind fit genug, um bei jedem Wetter den Wind um die Nase zu spüren. Unsere Pflegekaninchen oder Neulinge,
die erst noch umgewöhnt werden müssen, halten wir deswegen im Kaninchenzimmer in Innenhaltung.

Insgesamt haben die Fellnasen etwa 20qm Platz. Das Zimmer ist je nach Bedarf und Pflegezustand in mehrere Boxen unterteilt.
Hier wohnen die größte Zeit des Jahres auch unsere Senioren.  

In einem weiteren Zimmer können wir im Gästegehege Gruppen von Neulingen aufnehmen oder Gäste betreuen.
Auch hier beschränkt sich die größe allerdings auf 8-10qm.

 

KANINCHENHALTUNG im Detail

Bauweise:

Als Boden dient eine großzügige Lage von PVC, die hygienisch, wasserdicht und leicht zu reinigen ist. Drunter haben wir eine dämmende Styroporfolie verlegt, die Bodenkälte verhindert. Die Gehegetrenner bestehen aus unbehandeltem Holz, teils durch Drahtzaun verstärkt, weil es immer wieder Ausreißer gibt, die auch durch die schmalsten Lücken kommen. Die Gehege sind zum großen Teil mit Bambusmatten umrahmt, die einmal optisch schön sind, aber auch Schmutz von den Wänden halten und für die Tiere  untereinander Sichtschutz bieten.

An Stellen, die gerne zum Markieren oder für's Pipi genutzt werden, ist das Holz mehrfach mit Acryl-Klarlack behandelt. Der hält Wasser gut ab. Im Fall des Beknabberns ist er auch sehr standhaft und vor allem ungiftig. Acryl-Klarlack ist nämlich auch für Kinderspielzeug zugelassen. Als Toilette dienen zahlreiche Käfigunterböden, die mit Holzpellets befüllt sind. 

Seniorengehege (links)
Der Platz ist etwa 8qm groß und beherbert derzeit 4 Kaninchen. Für Neuankömmlinge und ruhige Zusammenführung lässt sich das Gehege etwa in der Hälfte teilen.

Pflegegehege (rechts)
Hier ist es auch jederzeit möglich, Wärmelampen zu installieren, oder andere wichtige Pflegeeinrichtungen anzubringen. In Zweier-Kombi können wir die Tiere besser beobachten, das Gewicht gut kontrollieren und das Futter optimal dosieren. Es bietet nur eine beschränkte Größe von etwa 2-4qm (je nach Aufstellung)

Ein weiteres Pflegegehege haben wir in unserem Schlafzimmer untergebracht. Hier kommen patienten hin, die rund um die Uhr
Beobachtung und Betreuung brauchen. Leider ist es seit unserem Umzug nach Dolgen am See im Dezember 2013 regelmäßig von
unserem Patienten Cooper besetzt.

Separates Kastratengehege / Quarantäne-Gehege
Um den Streß zu vermeiden, sitzen unkastrierte Männchen oder Kaninchen in (Kastrations-)quarantäne hier gesondert von den anderen Gruppen in einem extra Zimmer. So ist eine akustische Trennung möglich ist, auch wird Geruch nur minimal wahrgenommen. Das Gehege ist allerdings auf 2-3qm begrenzt.

 

AQUARIEN

 

Die Haltung von Fischen werden wir aus Tierschutzgründen künftig aufgeben. Kein Aquarium, egal wie groß, kann den Ansprücken eines Fisches gerecht werden. Die Fische, die wir noch haben, dürfen bei uns alt werden. Danach werden wir die Haltung beenden.

 


 

 

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